Denkt nur mal darüber nach, wie uns dieses Wort „sárdonéj“ von den Lippen geht, als hätten wir es mit der Muttermilch aufgesogen, wie ein vertrautes Gurren, als würde eine warme Hand unseren Rücken streicheln. Es beruhigt und umarmt uns wie eine flauschige Decke oder feuert uns im Kampf an wie der Haka der Maori-Krieger. Damit sind wir natürlich nicht allein, denn Chardonnay ist eine weltweite Rebsorte – und das ist kein Zufall!

Die Sache ist die: Diese in Burgund entstandene Rebsorte ist relativ einfach anzubauen, und der daraus hergestellte Wein hat einen ziemlich neutralen Geschmack, sodass er eher das Terroir widerspiegelt – was auch immer das bedeuten mag...
Okay, wir können nicht anders, hier kommt eine kurze Einführung: Das französische Wort „terroir“ ist ein Begriff, den die tapferen Gallier nicht nur auf den heutzutage sehr angesagten Untergrund beziehen (wie oft sehen wir Winzer bei Verkostungen Steine zeigen!), sondern auch auf den Boden, das Klima, den Niederschlag, die jährliche Wärmesumme, das Sonnenlicht und sogar den Menschen selbst, den Winzer. Denn Wein ist nicht nur die Summe der genannten Faktoren (offenbar durch die Traube gezeigt), sondern auch eine Entscheidung – die Entscheidung des Winzers, was er davon zeigen möchte.
Wenn der Winzer also entscheidet, kann Chardonnay kalkig-mineralisch oder explosiv vulkanisch sein, ersteres bedeutet kreidige, letzteres eher feuersteinige Aromen, außer auf Basalt, wo man eher an einen durchnässten mediterranen Kräuterstrauß denkt.
Natürlich kann er auch einfach nur zitrusfruchtig sein, aber wenn er im Fass vergoren oder gereift wird, ist er einfach holzig, was nicht unbedingt nach Holzschmecken bedeutet, sondern eher Vanillearomen, vielleicht Karamell, im Extremfall geräucherten Speck. (Oh ja, lieber Leser, du hast dich nicht verlesen!)

Außerdem hat die Welt relativ gut gelernt, einen Chardonnay-Stil zu machen, und zwar mit der sogenannten Battonage-Technik. Dabei handelt es sich um Wein, der auf der Hefe (also den abgestorbenen Hefezellen) im Fass oder Tank liegt und von Zeit zu Zeit aufgerührt wird, um den Bodensatz wieder aufzuwirbeln. Dadurch wird die Struktur des Weins cremig weich, oft ergänzt durch buttrige und Popcorn-Aromen. Wenn unser Chardonnay also an das Popcorn im Kino erinnert, sind wir genau richtig, können unser neu erworbenes Wissen glänzen lassen und den Partner um den Finger wickeln! Flüstert ihm nur leise ins Ohr (dieser Tipp ist kostenlos und funktioniert immer) „Battonage“ und hebt dabei langsam den Blick vom Wein zum Gesicht des anderen, dann kann der Kuss, der Heiratsantrag und der Kindersegen kommen…

Wusstest du?
Der Chardonnay-Rebsorte ist sogar ein Welttag gewidmet, und zwar am 26. Mai, dem International Chardonnay Day! An diesem Tag stoßen alle Chardonnay-Liebhaber von Spanien bis Argentinien, von Südafrika bis Etyek mit Chardonnay-Wein an.
Wir haben auch ein tolles Angebot für euch! Holt euch noch heute eine Flasche Chardonnay aus dem Onlineshop, stoßt damit an und wenn ihr Lust habt, macht ein Foto vom Ergebnis und ladet es mit den folgenden Hashtags auf Instagram hoch: #ChardonnÉJ #EtyekiKúria


